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Die Max Havoc Franchise geht in die zweite und nach diesem Blindgänger sicherlich letzte Runde. Nachdem Teil 1 leider enttäuschte und ich die Hoffnung hatte das der Nachfolger, ohne die vielen negativ Schlagzeilen besser abschneiden würde, war nach einer halben Stunde der Zug bereits abgefahren.

Der TV Regisseur Terry Ingram kann seine Herkunft überhaupt verleugnen und inszeniert den Film wie irgendeine Folge einer lahmarschigen TV Serie. Die biedere Optik, die durchsichtige uninteressante Geschichte und die viel zu selten eingestreute Action gehen einen schnell auf den Zeiger. Da kann die (B) Prominente Besetzung auch nicht viel reißen und so ist Dean Cain der einzige, der sichtlich Spaß hatte mal wieder einen Bösewicht zu spielen. Der Schweizer Mickey Hardt macht in den Actionszenen schon einen guten Eindruck, ihm fehlt aber als Held einiges an Charisma um den Film zu tragen. Vor allem wenn er hier mit teils madigen Dialogen kämpfen muss und zu selten die Fäuste schwingen darf. Die Action selbst besteht zwar aus Kampfszenen, sind aber meist zu kurz und unspektakulär um einen aus dem Tranceartigen Zustand zu holen. Hinzu kommt das die Qualität der US DVD unglaublich mies ist und man in dunklen Szenen kaum etwas erkennen kann. Auch ein knackiger Showdown fehlt und der Endkampf mit Cain kann dann auch nicht die Kohlen aus dem Feuer holen. Da hatte Teil 1 mit seinen Fights mehr zu bieten; vor allem in den Szenen in denen J.J. Perry und Isaac Florentine das sagen hatten.

Die Story um einen Immobilienhai der mit unlauteren mitteln unter anderem eine Kindersozialstation durch Rowdys vertreiben will, ist dabei wie gesagt nicht der Rede wert und nervt sogar mit einigen blöden Figuren und überflüssigen Geplänkel. Dabei wird Martin Kove als undurchsichtiger Bulle mal wieder verheizt und Rae Dawn Chong ist nicht nur sehr alt geworden, sondern auch weit weg von ihrer großen Zeit in „Soulman“ oder „Commando“. Auch das kalte trostlose Kanada wirkt nach dem schönen Guam nur ermüdend. Und damit fallen auch die etlichen Schönheiten weg, die der Vorgänger immerhin noch mitbrachte und so einen bei Laune halten konnte.

Fazit:

Dröger, viel zu actionarmer Nachfolger zu dem bereits schwachen Vorgänger „Max Havoc:Curse Of The Dragon“, der auf billigen TV Niveau daher kommt und trotz einiger bekannter Gesichter zu keinem Zeitpunkt irgendwas Positives bieten kann. Auch wenn die viel zu kurzen Martial Arts Scharmützel immerhin ordentlich sind, rettet das der Franchise auch nicht das Leben. Bei diesen Drehbüchern war Max Havoc schon im Voraus der Gnadentod sicher. Schade, denn eine DTV Franchise wäre doch mal wieder etwas.

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