Quelle: automatisiert bereitgestellt und Eigentum von The Movie Database (TMDB), Stand: 28.02.2026
Regisseur
Geboren: 28. Dez. 1888 in Bielefeld, Deutschland
Gestorben: 11. März 1931 in Santa Barbara, Kalifornien, USA (Verkehrsunfall)
auch bekannt als: Murglie
… Heinrich Plumpe und der Lehrerin Ottilie Plumpe geboren. Bereits im Jahre 1892 zieht die Familie von Bielefeld nach Kassel, wo Friedrich Wilhelm gemeinsam mit seinen Brüdern Bernhard und Robert sowie seinen Stiefschwestern Ida und Anna eine unbeschwerte Kindheit verlebt.
Schon in frühen Jahren beginnt Friedrich Wilhelm Plumpe sich für das Künstlerische zu interessieren, wobei er besonders durch seine Mutter rege Unterstützung erfährt. Im Jahre 1907 schließt Plumpe schließlich die Oberrealschule in Kassel mit Auszeichnung ab und beginnt in Berlin das Studium der Philologie. Nachdem er 1908/1909 sein Studium in Heidelberg fortführte, kehrt er im Frühjahr 1909 nach Berlin zurück, wo er in Hans Ehrenbaum-Degele einen Bruder im Geiste findet, mit dem er die Leidenschaft für Kunst und Literatur teilt. Im April 1910 schreiben sich die beiden Freunde schließlich in Heidelberg für Kunstgeschichte und Literatur ein. Ein Studium, welches Plumpe bereits nach dem Sommersemester 1911 abbricht, um sich der Schauspielerei zu widmen.
Durch seinen beruflichen Werdegang und seine Homosexualität mit seiner Familie entzweit, entscheidet sich Plumpe 1911 dazu, seinen bürgerlichen Namen abzulegen und fortan unter dem Namen Friedrich Wilhelm Murnau aufzutreten, eine Ehrerweisung an die oberbayerische Künstlerkolonie Murnau, in die er und sein Freund Ehrenbaum-Degele aufgenommen wurden. Unter seinem neuen Namen übernimmt er von diesem Zeitpunkt an am Deutschen Theater zu Berlin kleinere Rollen sowohl in zeitgenössischen als auch in klassischen Theaterstücken.
Den Ersten Weltkrieg erlebt Murnau als Leutnant an der Ostfront, ehe er im Dezember 1917 als Kampfflieger (versehentlich oder absichtlich) auf dem Gebiet der neutralen Schweiz landet und dort interniert wird. Hier sammelt Murnau erste Erfahrungen im Regie-Fach, unter anderem bei der Inszenierung des patriotischen Stücks „Marignano“ am Luzerner Theater.
Nach seiner Entlassung aus der Internierung im Februar 1919 kehrt Friedrich Wilhelm Murnau nach Berlin zurück und beginnt mit den Dreharbeiten zu seinem ersten Film, „Der Knabe in Blau“. In den folgenden Jahren wird Murnau zu einem der gefragtesten Regisseure des deutschen Films. 1922 erschafft er schließlich mit „Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens“ einen der bedeutendsten Vertreter des Stummfilms, der nicht nur in der damaligen Zeit die Kritik überzeugte, sondern auch heute noch viele Verehrer hat und als Klassiker des Horror-Genres gilt.
Auf seinen internationalen Durchbruch sollte Murnau jedoch noch weitere zwei Jahre warten müssen: Die Ufa-Produktion „Der letzte Mann“ (1924) wurde bereits vor der Premiere in Berlin am 23.Dezember 1924 einflussreichen Vertretern von Presse und Filmindustrie in New York gezeigt, von wo aus er schließlich von Januar 1925 an unter dem Titel „The Last Laugh“ das amerikanische Publikum erobern sollte. „Faust – Eine deutsche Volkssage“ (1926) ist der letzte Film, den Murnau auf deutschem Boden realisiert. Bereits zur Premiere von „Faust“ befindet sich Murnau in den USA, wo er einen Vertrag mit William Fox unterzeichnet hat und seine erste amerikanische Produktion „Sunrise“ beginnt.
Während „Sunrise“ bei der Kritik großen Anklang findet und mit drei Academy Awards ausgezeichnet wird, entwickelt er sich zum absoluten Flop an den Kinokassen. Gekränkt von der Forderung von Fox, bei seinen nächsten Arbeiten das Augenmerk mehr auf die Bedürfnisse des Publikums zu legen, kehrt Murnau für kurze Zeit nach Berlin zurück, um dort einen letzten Film für die Ufa zu inszenieren, doch das Projekt wird nie realisiert. Das bereits vereiste Verhältnis zwischen Murnau und Fox wird schließlich mit den Dreharbeiten zu „Our Daily Bread/City Girl“ seitens Murnau, der nicht länger zu Kompromissen bereit ist, gekündigt.
Friedrich Wilhelm Murnau beschließt nach einer kurzen Auszeit, gemeinsam mit dem Dokumentarfilmer Robert Flaherty fernab von Hollywood einen Film in der Südsee zu realisieren – „Tabu“. Trotz aller anfänglichen Begeisterung steht das Projekt von Beginn an unter keinem guten Stern. Künstlerische Differenzen und die unsichere finanzielle Lage führen dazu, dass sich Murnau und Flaherty im Streit trennen. Murnau stellt den Film – unter Einsatz seiner letzten Ersparnisse – schließlich fertig und schafft es, mit Paramount einen Verleih für „Tabu“ zu finden.
Die Premiere seines letzten Filmes sollte Murnau nicht mehr erleben. Friedrich Wilhelm Murnau erliegt am 11.März 1931 im Krankenhaus von Santa Monica den schweren Verletzungen, die er bei einem Verkehrsunfall auf der Fahrt von Hollywood nach Monterey davongetragen hat. Friedrich Wilhelm Murnaus Leichnam wird nach Deutschland überführt und findet auf dem Waldfriedhof Stahnsdorf bei Berlin seine letzte Ruhe.
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| Jahr | Note | Film | Anmerkungen |
|---|---|---|---|
| 1931 | 6,95 | Tabu | |
| 1930 | 0,00 | Unser täglich Brot - Die Frau aus Chicago | |
| 1930 | 0,00 | Die Zwölfte Stunde - Eine Nacht des Grauens | (Ausgangsmaterial "Nosferatu - Eine Symphonie des Grauens" (1922)) |
| 1928 | 0,00 | Vier Teufel | |
| 1927 | 7,60 | Sonnenaufgang | |
| 1926 | 7,56 | Faust - Eine deutsche Volkssage | |
| 1925 | 0,00 | Herr Tartüff | |
| 1924 | 7,29 | Der Letzte Mann | |
| 1924 | 0,00 | Die Finanzen des Großherzogs | |
| 1923 | 0,00 | Die Austreibung | |
| 1922 | 8,22 | Nosferatu - Eine Symphonie des Grauens | |
| 1922 | 0,00 | Der Brennende Acker | |
| 1922 | 0,00 | Phantom | |
| 1922 | 0,00 | Marizza, genannt die Schmuggler-Madonna | |
| 1921 | 0,00 | Der Gang in die Nacht | |
| 1921 | 0,00 | Schloss Vogelöd | |
| 1920 | 0,00 | Der Januskopf - Eine Tragödie am Rande der Wirklichkeit | |
| 1920 | 0,00 | Satanas | |
| 1920 | 0,00 | Abend - Nacht - Morgen | |
| 1920 | 0,00 | Sehnsucht | |
| 1920 | 0,00 | Der Bucklige und die Tänzerin | |
| 1919 | 0,00 | Der Knabe in Blau |
| Jahr | Note | Film | Rolle |
|---|---|---|---|
| 1928 | 0,00 | Die Filmstadt Hollywood | Himself |
| 1927 | 7,60 | Sonnenaufgang | Dancer (uncredited) |
| 1925 | 0,00 | Der Film im Film | Himself |
| Jahr | Note | Film | Anmerkungen |
|---|---|---|---|
| 1931 | 6,95 | Tabu | Told by |
| 1924 | 0,00 | Komödie des Herzens |
Writer
... als Murglie |
| Jahr | Note | Film | Anmerkungen |
|---|---|---|---|
| 1931 | 6,95 | Tabu | Producer (uncredited) |
| 1922 | 0,00 | Der Brennende Acker | Associate Producer |
| Jahr | Note | Film | Anmerkungen |
|---|---|---|---|
| 2022 | 0,00 | Nosferatu - Ein Film wie ein Vampir | |
| 2014 | 0,00 | Von Caligari zu Hitler - Das deutsche Kino im Zeitalter der Massen | |
| 2008 | 0,00 | Murnau, Borzage and Fox | |
| 2003 | 0,00 | Der Weg nach Murnau |