Gut gemachte Verfilmung des legendären Video Games. Es ist übrigens nicht das, was in Bloodsport (1988) gespielt wird - das war Karate Champ (1984) und gilt als einer der ersten Fighter und Vorläufer zu Street Fighter I (1987). Wirklich erfolgreich war aber erst Street Fighter II (1991), was auf damals üblichen 384x224 gespielt wurde. Es gab komplizierte "Special Moves", die man durch bestimmte Bewegungen des Joysticks aktivieren konnte. Kämpfer aus aller Welt traten gegeneinander an - eine davon war Chun-Li.
Hier hat sich die bezaubernde Kristin Kreuk an die Strippen gehängt ("wire-fu"), aber es tut den Effekten keinen Abbruch. Ganz ernst nimmt sich der Film eh nicht und so gleiten die Special Moves, die sie von ihrem Meister scheinbar innerhalb von einem Tag lernt, schnell ins märchenhafte ab. Trotzdem sind die Kampfszenen interessant gemacht, auch für Zuschauer, die nicht jeden Tag Kung-Fu-Filme zum Frühstück gucken.
Es zieht sich ein tragischer Faden durch den Film, vom verlorenen Vater, über unterdrückte Slumbewohner in Bangladesh, bis hin zu bedrückend-sinnloser Gewalt, die vom übermenschlichen Oberbösewicht (klasse verkörpert von Neal McDonough) ausgeht. Ich habe eine herzliche Geschichte gesehen, obwohl der Film vom Doom-Regisseur stammt. Die junge Straßen-Kämpferin sucht nicht nur den Entführer ihres Vaters und rettet halb Bangkok, sondern verteidigt ganz nebenbei das Gute, setzt sich ein für die Schwachen, und verkörpert den Zen-Geist (oder Kämpfer-Geist oder Das-Gute-Und-Gerechte oder wie auch immer man es nennen will) so gut, und sie hat so eine tolle Ausstrahlung, ich muss sie schon fast mit Jean-Claude Van Damme in Bloodsport vergleichen.