Review

Was hab ich mich auf diesen Film gefreut. Der Trailer war so gut gemacht, dass ich mir insgeheim einen der Kino-Blockbuster des Jahres 2011 erhofft habe. Einige Monate später erblickt der Streifen endlich die Leinwände und nach ersten Eindrücken und allgemeinen Kritiken musste ich meine Erwartung ganz schön zurückschrauben. Zu Recht!

Leider hat Jonathan Liebesmann mit BATTLE L.A. nur ein Best-Of der Invasions-Filmgeschichte konzipiert und vergessen eine interessante Storyline in die vor sich hin plätschernde Geschichte einzubauen. Jegliche Art von Innovation sucht man vergebens.

Während die patriotische Musik passend zum militärischen Groß-Reinemachen aus den Lautsprechern rummst werden auf der Leinwand einfach einmal sämtliche Klischees bedient. Der Streifen war über die knapp zweistündige Laufzeit jederzeit vorhersehbar – dagegen können auch die einzigen beiden namhaften Schauspieler Aaron Eckhardt und Michelle Rodriguez nicht ausrichten und verfallen ebenfalls dem hanebüchenen Dialog-Wahnsinn.
Zum Glück gibt es noch einige wirklich fantastische Aufnahmen und das Katastrophen-Szenario ist vom Design wirklich gut gelungen – mit Sicherheit der einzige Grund für den Kauf einer Kinokarte.

Alles in allem bietet WORLD INVASION: BATTLE LOS ANGELES allenfalls seichte Popcorn-Unterhaltung mit leichtem Trash-Faktor, die in einem sensationell schlechten Finale gipfelt. Mr. Liebesman mag im Horror-Genre einige beachtliche und durchaus überdurchschnittliche Filme abgeliefert haben – bei diesem Katastrophenfilm beweist er jedoch eindrücklich, dass er für die große Bühne wohl noch nicht geeignet ist. Ich empfehle an dieser Stelle dringend ein paar Nachhilfestunden bei Herrn Emmerich, dann klappt’s beim nächsten Mal vielleicht auch mit den Aliens!

 4 / 10

Details
Ähnliche Filme