Startseite
  Erweiterte Suche
  Neue Einträge
  Ranglisten
  Statistiken
  Kinostarts
  Disc-Area
  Web-TV
  zu den Foren
  FAQ
  Kontakt
  Das Team
  Neuerungen
  Partnerseiten








Ansicht eines Reviews

Split Desires - Dunkle Triebe (2019)

Eine Kritik von Maichklang (Bewertung des Films: 3 / 10)
eingetragen am 03.02.2023, seitdem 398 Mal gelesen



Beim wenig erotischen Erotik-Thriller ohne Thrill wird es echt schwierig und so wundert es kaum, dass der Streifen einerseits mit einigen Jahren Verzögerung bei uns erscheint und dann auch noch mit den dringlichen Worten „von den Machern von“ beworben wird.
Zugegeben, Regisseur Hideo Nakata konnte einst mit der Reihe um „Ring“ einen echten Meilenstein setzten, doch bereits sein „White Lily“ offenbarte, dass Sex und Crime nicht immer eine brauchbare Melange ergeben.

Seit Kyoko in ihrer Kindheit vom Stiefvater missbraucht wurde, lebt sie mit drei Mitbewohnerinnen, - in ihrem Kopf, da sie seit Jahren unter einer multiplen Persönlichkeitsstörung leidet. Als sie den Romanautoren Fuyuki kennen lernt, begibt nicht nur sie sich in Gefahr…

Nakata lässt nicht einmal eine Viertelstunde verstreichen, bevor er zur ersten ausladenden Softsexszene übergeht, während der Titel im Übrigen erst in Minute 26 eingeblendet wird.
Horror gibt es einstweilen nicht, es sei denn, man berücksichtigt Kyokos Mutter, die den Inbegriff einer latent betrunkenen Furie verkörpert. Da sich der Zustand der Persönlichkeitsstörung durch eindeutige Bilder früh abzeichnet, wird daraus kein Geheimnis gemacht, obgleich hier Potential für Spannung um etwaige, reale Mitbewohnerinnen gewesen wäre. Stattdessen gibt nach einer halben Stunde direkt die nächste Fummelei unter den vermeintlichen Lesben.

Themen mit möglichem Tiefgang wie Missbrauch und den daraus resultierenden Konsequenzen werden allenfalls vage gestreift und während der Autor für einige Zeit aus dem Geschehen verschwindet, bahnt sich eine kriminelle Tat im Umfeld Kyokos an, bei der das Publikum nicht lange herumrätseln muss, um entsprechende Zusammenhänge zu erkennen.
Statt Spannung aufzubauen, um ein Techtelmechtel blutig enden zu lassen, wird dieses wenige Minuten später ein zweites Mal aus einer leicht veränderten Perspektive wiederholt, wobei die wenigen Gewalteinlagen mehrheitlich im Off stattfinden und die FSK16 geradezu wie Hohn anmutet.

Immerhin sind die Nacktszenen einigermaßen ästhetisch gefilmt und unliebsame Details werden geschickt umgangen. Allerdings ist die Sounduntermalung etwas für Schmatzfetischisten, da hier jeder Kuss, jeder Anflug von Fellatio klingt, als würde jemand direkt vorm Mikro feucht mit einem Kaugummi spielen. Die Pianoklänge mit einigen Streichern hätten hier einen weitaus besseren Dienst geliefert.

Und so kommt es zum Finale wie es der Verlauf bereits andeutete: Es wird einmal mehr geoetkert. Zwar spielt auch hier die Kamera weitgehend gekonnt mit fließenden Bewegungen und den Auswirkungen gewisser Berührungen, doch den vorhersehbaren Ausgang kann auch die taugliche Verpackung nicht verschleiern. Die Chose bleibt spannungsarm und wenig pointiert, obgleich die Mimen, bis auf zwei Ausnahmen um Glaubwürdigkeit bemüht sind.
Folgerichtig kann man sich den Schmödder auch schenken, denn dem eigentlichen Thema wird er zu keiner Zeit gerecht.
3,5 von 10


Surprise me!
"Surprise me!" BETA
Lassen Sie sich überraschen! Wir führen Sie zu einem zufälligen Treffer zu einem Thema Ihrer Wahl... Wollen Sie eine andere Kritik von "Maichklang" lesen? Oder ein anderes Review zu "Split Desires - Dunkle Triebe (2019)"?


• Zur Übersichtsseite des Films
• Liste aller lokalen Reviews von Maichklang

• Zurück


Copyright © 1999-2023 OFDb.de - Die Online-Filmdatenbank
Alle Rechte vorbehalten.
Nutzungsbedingungen · Datenschutz · Werben · Impressum
Hosted by Net-Build · Privacy Manager



Quicksearch






User-Center

Benutzername: 
Paßwort:
Login nur für diese Sitzung:

·

906 Besucher online


SSL  SSL-gesicherte
Verbindung aktiv


Abonnement


Abonnement - Bitte erst anmelden
Melden Sie sich bitte an, um Abonnements vornehmen zu können



Neue Reviews


• Axiom - Tor zur Hölle, The (2018)
• Last Man on Earth, The (1964)
• Call of the Sea, The (2012)
• Prodigy, The (2005)
• Parfum - Die Geschichte eines Mörders, Das (2006)




News


Unser News-Bereich wurde überarbeitet und wird in Kürze weiter ausgebaut werden, damit Sie stets aktuell über alle Neuigkeiten rund um die Welt des Films informiert sind.

» Zum neuen News-Bereich