15. Januar 2018

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von PierrotLeFou

Vor 50 Jahren: Bava bringt Diabolik auf die Leinwand

Diabolik (1968)

Bis in die Gegenwart ziehen sich die 1962 entstandenen Diabolik-Comics, von denen es inzwischen über 850 gibt. Ende der 90er Jahre wurde eine entsprechende Zeichentrickserie gestartet und vor fünf Jahren war eine Realfilm-TV-Serie geplant worden. Aber den ersten und einzig denkwürdigen Leinwand-Auftritt hatte die Ikone des italienischen Comics 1968 unter der wie nahezu immer souveränen Regie Mario Bavas: Der am 24. Januar 1968 uraufgeführte "Diabolik" weist eine beachtliche Besetzung auf (Michel Piccoli, Bond-Bösewicht Adolfo Celi, John Phillip Law, Marisa Mell, Caterina Boratto, Terry-Thomas) und schwelgt zu einem von Ennio Morricones schönsten Soundtracks in einer betörenden Melange prächtig arrangierter Bilder, in denen futuristisches Dekor - das jede Menge Zeitgeist atmet und heute einen nostalgischen Blick beschwört -, attraktive Darsteller(innen) und allerlei Spektakel eine reizende Verbindung eingehen. Wie in den Comics narrt der Superdieb Diabolik mit seiner Komplizin Eva Kant den überforderten Inspektor Ginko und ganz offenbar stehen James Bond, Fantomas und Barbarella ebenfalls Pate.
In seinem mit viel Herzblut geschriebenem Review besingt Blade Runner die Qualitäten dieses liebenswürdigen Films.

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