Kairo (2001)
Kiyoshi Kurosawas am 3. Februar 2001 uraufgeführter Horrorfilm "Kairo" gehört zu den überzeugendsten Genrevertretern seiner Zeit, wobei er sowohl ins Gebiet des Mystery-Thrillers als auch ins Gebiet des Dramas hineinragt. Wie in Hideo Nakatas "Ringu" (1998) spielen die Medien eine große Rolle in "Kario": an die Stelle der Videokassette, des Fernsehbildschirms und des Telefons rücken jedoch Telefon, Fernsehbildschirm und der PC bzw. das junge Internet. Im Zeitalter seiner Ausbreitung ereignet sich in "Kairo" zugleich eine Welle der Einsamkeit, das Verschwindens menschlicher Beziehungen, der suizidalen Akte… und zugleich dient das Internet als Rettungsanker, als Portal, über das nach Hilfe und Beistand gesucht werden kann – als Portal aber auch, über das sich die Einsamkeit und die Hoffnungslosigkeit auszubreiten verstehen. Kurosawa setzt dabei weniger auf drastische Schockeffekte als vielmehr auf eine unbehagliche Atmosphäre, auf geisterhafte, wabernde Schatten, die quasi als anwesende Nullstellen die existenziellen Ängste visualisieren.
Mehr zu den Qualitäten verrät das Review von Moonshade…
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Einer der langweiligsten Filme aller Zeiten.