Franks Bewertung

starstarstarstar / 8

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

Diese Kritik stammt aus der Buchreihe "Die Angst sitzt neben Dir"


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Review

von Frank Trebbin

Stage 1: A New Lifeform

Animationsfilm. Hongkong irgendwann im einundzwanzigsten Jahrhundert. Am „Morgan Institut“ arbeitet Doktor Kenneth am sogenannten „Genocyber“-Projekt, bei dem Menschen in biomechanische Lebewesen verwandelt werden. Geistiger Vater der Experimente war Professor Morgan, der vor vierzehn Jahren bei einer mysteriösen Explosion in seinem Institut ums Leben kam. Morgans Tochter Diana, die allerdings glaubt, daß Kenneth ihr Vater sei, wird von dem sinistren Wissenschaftler in einen solchen „Genocyber“ verwandelt. Zur gleichen Zeit wird in der Stadt ein Mädchen gefunden, das über geheimnisvolle psychische Kräfte verfügt. Bei dem Mädchen handelt es sich um Elaine, die bislang tot geglaubte Zwillingsschwester von Diana. Elaine und Diana verschmelzen letztendlich zu einem gigantischen „Genocyber“, der ganz Hongkong vernichtet.

Bei „Genocyber“ handelt es sich um eine sehr phantasievolle, aber auch ziemlich derbe Comicverfilmung. Ähnlich wie in „Akira“ lassen sich diverse Genreeinflüsse aus der vielschichtigen Handlung herausfiltern, so daß man das fertige Produkt nur schwerlich in eine Schublade packen kann. Zwar ist es nicht immer einfach, der Geschichte bis ins Detail zu folgen, doch darf man ob der alptraumhaften Szenen, in denen menschliche Körper zerfetzt oder grauenhafte Bio-Androiden Tod und Schrecken über Hongkong bringen, wirklich nicht meckern. Stellenweise erinnert dann „Genocyber“ an „The Mutant City“, bei dem es ja bekanntermaßen sowohl im Real- als auch Animationsfilm ebenfalls hoch hergeht. Für Freunde feinzeichnerischer Zeichentrickstreifen dürfte „Genocyber“ mehr als nur einen Augenmerk wert sein, denn die präsentierten Bilder sind wahrhaft berauschend und überwältigend. Für westliche Gemüter dürfte es allerdings schwer werden, die einzelnen Figuren wegen ihrer starken Ähnlichkeit auseinanderzuhalten. Fazit: Düster, sehr splatteriger Zeichentrick-Horror.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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