In einer Universitätspathologie in New Jersey landen zu Übungszwecken alle Körper von US-Staatsbürgern, die irgendwo auf der Welt versterben. So auch die von Alison Blanchard und ihren Kollegen liebevoll „Norma“ getaufte Leiche einer entstellten Frau, die in Brasilien nach irgendwelchen mysteriösen archäologischen Ausgrabungen gestorben ist. Schon beim ersten Schnitt merken die Studenten, daß mit ihrer Leiche etwas nicht stimmt. Und richtig: Norma scheint zu leben und für einige merkwürdige Todesfälle zu sorgen…
„Mit echten Leichen“ – Wer so auf dem Cover wirbt, der spricht natürlich eine bestimmte Zielgruppe an: den Hardcore-Alles-Seher, der für Lucio Fulci nur noch ein Gähnen übrig hat. Und da heute viele Leute glauben, durch „CSI“ schon „wirklich alles“ gesehen zu haben, so scheint es nur logisch zu sein, daß irgendwann mal jemand auf die Idee kommt, in einer echten Pathologie zu filmen. Nun ja, was dabei herausgekommen ist (oder spitzer formuliert: was davon echt ist), scheint nicht immer ganz klar zu sein. Die Handlung nämlich ist nur ein müder Hokuspokus, oft schwer entwirrbar und nie wirklich leicht zugänglich. Dafür wird mit viel, viel Blut gepanscht und mit derben Body Props gespielt, von denen ich nicht mit Sicherheit behaupten könnte, daß sie nicht echt seien. Fazit: ein oberflächliches Spiel mit dem Ekel. Auf DVD 16:9. Mit Corri English, Scot Davis, Joshua Alba, Jay Jablonski u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin