Brasilien. Nach einem Unfall mit dem Autobus geraten die Rucksacktouristen um Alex an einen paradiesischen Strand, der sich schon bald als Ausgangspunkt für eine wahre Höllentour entpuppt: ausgeraubt irren die jungen Leute durch den Dschungel und geraten durch den “freundlichen” Einheimischen Kiko in die Fänge einer Organspende-Mafia, die von einem gewissen Zamora angeführt wird, der selbst gerne mal das Skalpell schwingt...
Nach „Hostel“ ist dies der zweite, extrem dumpfbackige und moralinsaure Film, der junge US-Touristen auf exploitativ-drastische Weise davor warnt, heimische Gefilde zu verlassen. Ob nun Osteuropa oder aber Südamerika – Leben ist (sind) überall billig (zu haben). Dies hatten wir schon vor zig Jahren in „Big Snuff“ von den Findlays und der war wenigstens noch schön kantig und schundig. Und wären da nicht einige Verweise auf die Jetzt-Zeit, so könnte man „Turistas“ glatt für einen Italo-Film aus den 1970ern halten, so wild ist die bunte Mischung aus Folklore, grünem Dschungel und rotem Blut (O.g. Wertung bezieht sich übrigens auf eine gut zehnminütige, Fulci’eske Sequenz zu Beginn des Schlußdrittels). Aufgrund seiner gelackten Bilder und der mitunter sehr langweiligen Handlung kann man „Turistas“ aber bestenfalls als einfallsloses Thriller’chen bezeichnen. Auf DVD (16:9) letterboxed (2,35:1). Mit Josh Duhamel, Melissa George, Olivia Wilde, Desmond Askew u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin