Eine geheimnisvolle Serie von Frauenmorden hält die Stadt in Atem, denn die Opfer weisen Spuren von Kannibalismus auf. Ein Reporter, der eigene Untersuchungen anstellt, findet eine Spur zu dem Institut des Dr. Xavier. Der sinistre Wissenschaftler hat zusammen mit seinem Kollegen Dr. Wells eine Methode erfunden, menschliches Fleisch künstlich herzustellen. Für die Experimente benötigt er die Opfer…
Michael Curtiz hat es durchaus verstanden, das vordergründige Horrorspektakel, das hinter der abstrusen Geschichte steckt, verhalten und dennoch mitreißend auf Zelluloid zu bannen. Abgesehen von dem spektakulären Höhepunkt, bei dem der in ein Monster verwandelte Dr. Wells in Brand gesetzt wird, beruht die Spannung eher auf der stimmungsvollen Fotografie als auf dramatisch hochgepushten Mordszenen. Die Kulissen sind sorgsam gewählt und lassen in ihrer phantasievollen Gestaltung den Vergleich zu James Whales „Frankenstein“-Verfilmungen zu. Konzipiert wurde „Dr. X“ als Farbfilm, leider sieht man ihn aber heutzutage nur noch als Schwarzweiß-Fassung, weil die alten Technicolor-Kopien fast völlig zerstört sind. Mit „Das zweite Leben des Dr. X“ wird die Figur um Dr. Xavier für eine Quasi-Fortsetzung bemüht. Mit Lionel Atwill, Fay Wray, Tom Dugan, Harry Beresford u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin