Franks Bewertung

starstarstar / 9

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

Diese Kritik stammt aus der Buchreihe "Die Angst sitzt neben Dir"


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Review

von Frank Trebbin

Mutter Crawldaddy und ihre beiden Kinder Phink und Violet sind schon eine echt wahnsinnige Familie: Sie fahren durchs Land, ermorden Leute, die sie danach häuten, und verkaufen dann „feinste Lederwaren“. Das ältere Ehepaar Tom und Winnie aus Ohio entschließt, die schräge Familie für ein Wochenende in ihr Haus einzuladen. Beide ahnen noch nicht, worauf sie sich damit eingelassen haben. Nur ihrem Nachbarn Paul, einem saufenden Ex-Cop, schwant Böses…

Dies ist einer jener Filme, die ihre Wurzeln in Tobe Hoopers „Ketten-Sägen-Massaker“ haben, und nun versuchen, den grimmigen Horror der Vorlage durch komödienhafte Überspitzungen aufzubrechen. Nicht immer gelingt dies hier, denn dafür sind die Morde und Greueltaten der Crawldaddy-Familie zu blutig und derbe geraten. Wenn sich dann noch Phink und Violet über einer frischgehäuteten Leiche anfangen zu lieben, dann weiß auch der abgebrühteste Horror-Buff nicht, was mit ihm geschieht. Die Grenzen des guten Geschmacks werden also eindeutig und vorsätzlich verletzt. Der tiefschwarze Humor, der immer wieder in den Dialogen und der Action zum Vorschein kommt, dürfte gerade hierzulande kaum auf Gegenliebe stoßen. Somit ist also nicht damit zu rechnen, daß „Skinned Alive“ irgendwann in einer deutsche Fassung erscheint. Als Direct-to-Video-Produkt ist Jon Killoughs Film technisch recht ordentlich geworden. Auch die Special-Effects zeugen davon, daß die Macher ihr Handwerk verstehen. Mit Mary Jackson, Scott Spiegel, Susan Rothacker, Floyd Ewing jr. u.a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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