Der kalifornische Polizist Eddie Malus erhält einen Brief von seiner Ex-Verlobten Willow, die ihm darin mitteilt, daß ihre angedeutete gemeinsame Tochter Rowan auf der Insel Summerisle, einer Art abgeschotteten Farmers-Kommune, verschwunden ist. Eddie eilt auf die Insel, stößt von der ersten Minute an auf offene Ablehnung und erfährt bei seiner Suche nach Rowan von einem geheimnisvollen jährlichen Ernte-Ritual, bei dem es zu Menschenopfern kommen könnte. Ist Rowan deswegen verschwunden?
Wer das Original kennt, der kennt auch die Antwort auf diese Frage und der braucht sich dieses höchst überflüssige Remake nicht anzutun, denn der direkte Vergleich beider „Wicker Man“-Versionen zeigt, daß das zugegebenermaßen mittlerweile angestaubte Original doch noch um Längen besser ist. Schon alleine die Änderung der Handlungslokalität (von Europa nach den USA) und die Hier-und-Jetzt-Zeit (ohne den Resthauch der Gutsherrenmentalität und dem sexuell freizügigem Hippie-Sekten-Touch) sorgen für Minuspukte bei der Glaubwürdigkeit des Stoffes, dem in der Neubearbeitung sogar der eminent wichtige religiöse Hintergrund fehlt. Zudem ist Nicholas Cage, der unter Neil LaBute gnadenlos aufdreht, eine glatte Fehlbesetzung, mit dem man nicht mitzufiebern gedenkt. Produziert wurde das Ganze von den im Genre nicht unerfahrenen Avi Lerner und Boaz Davidson, die mit ihrem „Wicker Man“ einzig und alleine auf jene abzielen, die die o.g. Frage nicht beantworten können. Auf DVD (16:9) letterboxed (2,35:1). Des weiteren mit Ellen Burstyn, Kate Beahan, Frances Conroy u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin