In St. Francisville steht ein echtes Südstaaten-Spukhaus, in dem es einst zu grausamen Experimenten an den Sklaven der nahegelegenen Baumwollplantage gekommen ist. Heute wollen dort ein Produzent, ein Kameramann und zwei weitere „Geisterbeschwörer“ einen Amateurfilm darüber drehen und eine Nacht in diesem Haus verbringen. Der Horror beginnt, der Film endet und ein Rollabspann informiert uns über „die wahren Ereignisse“.
Immer wenn irgendwo in den Südstaaten ein Möchtegern-Regisseur zur Kamera greift, kommt doch irgendwie nur Murks dabei heraus (vgl. z. B. „The Remnant“). Hier ist es Tim Baldini in Personalunion vor und hinter der Kamera, der nach großen Vorbildern schielt und wie einst Ikarus mächtig ins Leere fällt. Kein Wunder, denn die Dreistigkeit von „Blair Witch Project“, mit einem Nichts an „wahrer“ Handlung so vielen Mainstream-Zuschauern das Fürchten zu lehren, kann man nicht wiederholen. Und wenn dann noch der „Katholische Filmdienst“ reüssiert, daß „The St. Francisville Experiment“ ein „in allen Belangen erbärmlicher Film“ ist, dann weiß man wirklich, welch einen stumpfsinnigen Vertreter aus der No-Budget-Schublade man hier vor sich hat. Auf DVD (4:3) letterboxed (1,66:1). Des weiteren mit Paul Salamoff, Ryan Larson, Troy Taylor u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin