Tito und seine Kinderbande entdecken in einem Erdloch im Wald eine als Weihnachtsmann verkleidete Diebin, die sich auf ihrer Flucht verletzt hat und nicht mehr aus dieser Falle entrinnen kann. Um an die Beute der Frau heranzukommen, lassen die Kids sie ein „paar Tage schmoren“. Als man sie tot entdeckt, begehen die Kinder ein Zombie-Ritual aus einem Low-Budget-Film, das augenscheinlich funktioniert, denn von nun an werden sie „vom Wihnachtsmann“, der eine Axt schwingt, verfolgt…
Dieser spanische TV-Film, Teil einer sechsteiligen Serie (siehe: “Spectre”, „Wiege des Todes“ u.a.), nimmt sich auf recht ambivalente Weise des Themas Horror und Weihnachten an, welches ja bereits vor Jahren in den USA durch die „Silent Night, Deadly Night“-Movies so richtig exploitativ behandelt wurde. In einer Mischung aus „Goonies“, Kinder-an-die-Macht-Terror à la „Tödliche Befehle aus dem All“ und der im Genre immer wiederkehrenden Mär um die böse Seite des Weihnachtsmannes entwickelt sich eine Geschichte, die ihren Figuren Raum für Entwicklung bietet und die in einem Finale gipfelt, das Stalk’n-Slash-Feeling liefert ohne einen Body Count aufzuweisen. Das Ganze ist von Paco Plaza immer mit einem Augenzwinkern inszeniert worden, der die sterile TV-Optik seines „Second Name“ hier hinter sich gelassen hat. Auf DVD (16:9). Mit Maru Valdivielso, Christian Casas, Roger Babià, Pau Poch u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin