Die junge Susan Hamilton, die unbedingt mit ihrem Mann David ein Kind haben möchte, macht sich trotz einiger übler Alpträume daran, sich einer Hormonbehandlung zu unterziehen, damit sie endlich schwanger wird. Ihre Visionen, die sie mit einer gleichsam identischen Frau namens Karen verbindet, führt sie in eine heruntergekommene Welt, in der der Night-Stalker-Mörder sein Unwesen treibt. Doch plötzlich ist der Killer auch in Susans Realität hinter ihr her…
„Dark Corners“ ist ein verstörender kleiner B-Horrorfilm um zwei scheinbar parallele Welten, in der ein und derselbe Mörder sein Unwesen treibt. Spannung zieht der Film daraus, dass mit zunehmender Laufzeit immer mehr Verstrickungen zwischen den beiden Handlungssträngen zutage treten und man der bis zum Schluss im Dunkeln belassenen Auflösung regelrecht entgegenfiebert. Diese ist dann zwar nicht gerade sehr erhellend, aber immerhin überraschend genug, um das Ganze irgendwie auf den Kopf zu stellen und den Zuschauer mit jeder Menge Fragen zu entlassen. Das Ganze ist trotz eines offensichtlich geringen Budgets von Ray Gower geschickt inszeniert worden und wird dem Grunde nach getragen von der erfrischend aufspielenden Thora Birch in der Doppelrolle als Susan und Karen. Die Handlung, die einige blutige Morde beinhaltet, ist unterfüttert mit skurrilen Witzen, bei denen es auch schon mal etwas pietätlos zugeht. Anschauen lohnt definitiv. Alternativtiel: „Shadows Of The Soul – Der Feind im Dunkeln“. Bildformat: 1,85:1. Des weiteren mit Toby Stephens, Christien Anholt, Joanna Hole u. a.
Anmerkung: 2012 für SPLATTING IMAGE geschrieben, dort jedoch nicht mehr veröffentlicht.
© Selbstverlag Frank Trebbin