Schriftsteller David Norton wird zusammen mit seiner Frau nach Mallorca zu einem Vortrag eingeladen. Nach einem mysteriösen Telefonanruf, bei dem man nur das Lied „Gloomy Sunday“ hört, stürzt sich Nortons Frau in den Tod. Als noch andere ähnlich geartete „Selbstmorde“ geschehen, fühlt sich David an seinen ersten Roman erinnert, der genau dieses Thema zum Inhalt hat. Mit Beinahe-Opfer Silvia kommt David dem ungarischen Wissenschaftler Frank Kovak auf die Spur, der mittels implantierter Gehirnchips Menschen im wahrsten Sinne des Wortes steuern kann...
Man muß nicht gleich immer zu Aliens wie in „Akte X“ greifen oder aber eine überbordende Multi-Millionen-Dollar-Produktion wie bei „Der DaVinci Code“ aufs Parkett legen, um einen stilsicheren, unterhaltsamen und vor allem spannenden Mystery-Thriller auf die Beine zu stellen. Nein, manchmal sind es halt doch eher die auf den ersten Blick unscheinbaren B-Movies, die den großen Mainstream-Pictures das Wasser abgraben. Hinter „Das Kovak Labyrinth“ verbirgt sich nämlich genau so ein Fall: teuer bezahlte Stars und eine Drehort-Hatz durch alle Herren Länder findet man hier nicht, dafür aber griffige Charaktere, eine erschreckende Science-Now-Story wie in dem Christopher-Walken-Klassiker „Draht im Kopf“ und den malerischen Hintergrund der spanischen Ferieninsel Mallorca. Gewürzt ist das Ganze mit einem guten Schuß Zynismus und mit einigen Überraschungen. All das reicht aus, um „Das Kovak Labyrinth“ zu einem Geheim-Tipp für einen gemütlichen Filmabend zu machen. Bildformat: 2,35:1. Mit Timothy Hutton, David Kelly, Lucía Jiménez, Gary Piquer u. a.
© Selbstverlag Frank Trebbin