Der Chemiker Steve Malone zieht mit seiner Familie in einer Militärbasis ein, wo er die Lagerung von C-Waffen überprüfen soll. Als er von Major Collins befragt wird, ob die toxischen Stoffe im Lager die Leute verrückt machen könnten, ahnt noch niemand, daß mit den dort stationierten Soldaten wirklich etwas nicht stimmt. Tochter Marti stellt jedoch bald fest, daß die GIs allesamt merkwürdig gefühllos sind und wie Automaten handeln. Der Grund: außerirdische, eierähnliche Organismen saugen die Menschen im Schlaf aus und ersetzen sie durch Doppelgänger…
Dies ist bereits das zweite Remake von Don Siegels „Die Dämonischen“, und es ist gar nicht mal so schlecht. Abel Ferrara verläßt zwar seinen bisher eingeschlagenen Weg und liefert mit „Body Snatchers“ einen glatten, geschliffenen Mainstream-Film ab, doch hat er es verstanden, ihm seine Handschrift aufzudrücken. In düster gehaltenen Bildern wird bereits von Anfang an eine recht beklemmende Atmosphäre heraufbeschworen, die schon früh nichts Gutes ahnen läßt. Fast der gesamte Film spielt nur nachts oder in der Dämmerung. Auch in den Kameraeinstellungen spiegelt sich das Unbehagen wider, das beim Zuschauer durchaus geschickt erzeugt wird. Die Paranoia –nicht zu wissen, wer Freund oder Feind ist– wird im actionbetonten Schlußteil gut herausgearbeitet und trifft den Grundton des Originals eher als Philip Kaufmans „Die Körperfresser kommen“. Dabei sorgte Co-Drehbuchautor Stuart Gordon für einige inhaltliche Überraschungen, die zwar absehbar, aber trotzdem noch akzeptabel sind. Das nur sehr fadenscheinige, zweideutige Happy-End entspricht heutigen Ansatzpunkten für eine geschäftsträchtige Fortsetzung. Auf Video letterboxed (2,37:1). Mit Gabrielle Anwar, Terry Kinney, Billy Wirth, Meg Tilly u.a.
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