Der sinistre Graf Cagliostro bricht zusammen mit der Vogelfrau Melissa in das Labor des Baron von Frankenstein ein und stiehlt das dort geschaffene Geschöpf. Sodann setzt Cagliostro das Monster für seine verbrecherischen Zwecke ein. Er läßt den Baron ermorden und seine Tochter entführen, die zusammen mit dem künstlichen Geschöpf eine Ehe eingehen soll…
Jess Francos Nachfolgefilm zu „Die Nacht der offenen Särge“ (hier wie dort ist ein gewisser Dr. Seward Held der Geschichte) unterscheidet sich in technischer Hinsicht kaum von dem Vorgenannten. Was hier jedoch überrascht, ist die phantasievolle Ausschmückung der Figuren: So gibt es z.B. die Vogelfrau Melissa, die außer mit ein paar Federn am Körper fast immer nackt herumrennt, das Frankensteinsche Geschöpf als silberfarbener Koloß, und einige bizarre Untergebene Cagliostros, die direkt aus einem Alptraum stammen könnten. Es ist auch anzumerken, daß der Spanier Jess Franco hier einmal mehr seinen sadistischen Gewalt-Obsessionen freien Lauf gelassen und ein Exploitation-Szenario entwickelt hat, was heute als angenehm schräg empfunden wird. Leider scheint die hier vorliegende NL-Fassung nicht komplett zu sein, denn einigen Quellen zufolge soll die OF im Kino ca. 80 Minuten lang gewesen sein. Auch soll „The Curse of Frankenstein“ hierzulande unter dem Titel „Das Blutgericht der gequälten Frauen“ gelaufen sein. Heaven Knows. Mit Howard Vernon, Anne Libert (= Josiane Gibert), Dennis Price, Britt Nichols u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin