Harry Spalding erbt das in Cornwall befindliche Landhaus seines Bruders, der vor kurzem unter mysteriösen Umständen starb. Angeblich hat ihn der „schwarze Tod“ dahingerafft. Von einem Kneipenwirt erfährt Spalding, daß bereits mehrere Dorfbewohner tot aufgefunden wurden -mit merkwürdigen Bißwunden am Hals. Kurze Zeit später wird Harry Spalding von einem schlangenähnlichen Monstrum angefallen, das ihn zu beißen versucht. Die Spur der Kreatur führt in das Haus von Doktor Franklyn, einem Wissenschaftler, der vor Jahren aus Indien zurückkam.
„Das schwarze Reptil“ ist der Gegenpart zu der Rücken-an-Rücken-Produktion mit „Nächte des Grauens“, die John Gilling für die britische Hammer-Films ebenfalls in den stimmungsvollen Sets eines real existierenden Dorfes in Cornwall abdrehte. Doch nicht nur der Drehort, sondern auch der Grundgedanke der Handlung weist Parallelen zu dem anderen Film auf: Die Auswirkungen britischer Kolonialisierungspolitik rächen sich an einer Familie. Bei „Das schwarze Reptil“ dominieren die gut und glaubhaft besetzten Rollen sowie eine Musik, die sich stimmungsweisend durch die Handlung schlängelt. Lediglich die im Keller befindliche Schwefelquelle, in die einer der Bösewichte stürzen darf, nimmt man dem Drehbuchautoren etwas übel. Mit Noel Willman, Jennifer Daniels, Ray Barrett, Jacqueline Pearce u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin