Franks Bewertung

starstarstar / 7

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

Diese Kritik stammt aus der Buchreihe "Die Angst sitzt neben Dir"


1.473 Mal gelesen

Review

von Frank Trebbin

Irgendwann in der näheren Zukunft: Aufwiegler, Andersdenkende und Pseudo-Terroristen werden kurzerhand in riesige „Umerziehungslager“ gesteckt, um Ruhe im Land zu haben. Besonderes Pech haben diejenigen, die in das Lager kommen, wo der Kommandant einmal im Monat eine Handvoll Gefangener zur Jagd freigibt. Aus dem sadistischen Vergnügen einer exquisiten Oberschicht wird bald blutiger Ernst, als einer der Gejagten entkommt und eine Revolution anzettelt.

„Insel der Verdammten“ ist ein ganz kruder Splatterfilm, der vordergründig eine Ode auf die Freiheit des Individuums anstimmt, in Wirklichkeit aber mehr Angst, Schrecken und Terror propagiert. Natürlich funktioniert der Film auch auf der oberflächlichen Ebene der Action sehr gut, obwohl Regisseur Brian Trenchard-Smith nicht immer respektabel arbeitet. So sind doch einige handwerkliche Ausrutscher und dramaturgische Durchhänger zu bemerken. Was dem Zuschauer dieses ganz nach Klischee inszenierten Gewaltopus besonders lange in Erinnerung bleibt, sind die breit ausgewalzten Effekt-Sequenzen, die an Blutrünstigkeit ihresgleichen suchen. Es erübrigt sich fast zu sagen, daß die deutsche Fassung (video letterboxed 1,73:1) hier mal wieder nicht komplett ist. Erstaunlicherweise fehlen jedoch nur etwas unbedeutendere Szenen (z.B. ein Biß in den Fuß!) und der Titelabspann. Doch auch die UK-Version ist– wenn auch an anderen Stellen– geschnitten. Unter dem Alternativtitel „Blood Camp Thatcher“ gibt es in England eine ungeschittene Exportfassung (letterboxed 1,92:1). Mit Steve Railsback, Olivia Hussey, Noel Ferrier, Michael Craig u.a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

Details
Ähnliche Filme