Zwei irdische Raumschiffe, die „Argos“ und die „Galliot“, fangen von dem Planeten Aura unbekannte Funksignale auf und folgen ihnen. Während die „Galliot“ urplötzlich im Nebel, der um Aura schwebt, verschwindet, landet die „Argos“ auf dem Planeten. Captain Markary und sein Crew finden auch bald das Schwesterschiff, deren Besatzungsmitglieder allesamt getötet wurden. Nach und nach werden auch Markarys Leute von einer außerirdischen, körperlosen Intelligenz überwältigt und „umgedreht“. Die Einwohner Auras sind nämlich eine Art Geist-Vampire, die auf diese Weise von ihrem toten Planeten flüchten wollen…
Obwohl der „Planet der Vampire“ oberflächlich besehen sehr trivial und an der Grenze zum Schund ist, hat er doch eine ausreichende erzählerische Tiefe und inszenatorische Stärke, um unzähligen späteren Kassenerfolgen wie „Alien“ oder „Tanz der Vampire“ als Ideenlieferant zu dienen. Ridley Scott ging da z.B. soweit, ganze Handlungsstränge zu kopieren. Mario Bava hat den Film bewußt in einer erkennbaren Pappkulisse abfotografiert, damit das Publikum nicht durch irgendwelche gelungenen Bauten von der Geschichte abgelenkt wird. Nachdem sich der Zuschauer also an die spartanische, aber im besten Pop-Art-Stil eingerichtete Studioatmosphäre gewöhnt hat, unterliegt er sofort der Manipulation durch die spannende und abwechslungsreiche Story. Die Szenen auf dem nebelverhangenen Planeten sowie die eindrucksvolle Wiederauferstehungssequenz der vampirisierten Crewmitglieder gehören zu den stärksten Momenten italienischen Horrorkinos. Leider wirkt der Film, der in der deutschen Fassung leicht gekürzt ist, heutzutage an manchen Stellen unfreiwillig komisch. Mario Bavas visuelle Gestaltungskraft hilft dabei aber über einiges hinweg. Alternativtitel: „Schrecken im Weltall“. Mit Barry Sullivan, Norma Bengell, Angel Aranda, Evi Marandi u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin