Ripley, die das Massaker auf „LV-426“ überlebt hat (siehe: „Aliens“), landet mit der Rettungskapsel auf dem Gefängnisplaneten „Fiorina 161“. Newt und der Androide Bishop sind tot. In der Kapsel finden sich Hinweise darauf, daß ebenfalls ein Alien von „LV-426“ flüchten konnte. Unter den ausschließlich männlichen Gefangenen auf „Fiorina 161“ löst jedoch das Auftauchen von Ripley mehr Aufsehen aus als die einsetzende Mordserie durch das Alien-Monster.
Nach James Camerons wegweisendem zweiten Teil der „Alien“-Saga mußte folglich jede weitere Fortsetzung enttäuschen. Und so ist es auch gekommen. „Alien 3“ ist zwar nicht schlecht, aber bei weitem nicht gut. Handwerkliche Versiertheit und ein ordentliches Maß an Special Effects reichen halt nicht aus, um eine in die Höhe geschraubte Erwartungshaltung beim Publikum zu erfüllen. Das prätentiöse, mit christlicher Symbolik überfrachtete Anti-Happy-End (angeblich eine Idee von Sigourney Weaver) zeugt zwar davon, daß sich der Drehbuchautor Gedanken über den Fortgang der Handlung gemacht hat, ist aber in seiner Vorgeschichte ebenfalls ein Beweis für die Einfallslosigkeit, die oftmals bei Sequels vorherrscht. Ergebnis: Zwiespältiger Science-Fiction-Horror, zumal die mörderischen Momente mit ihren rasant montierten Bluteffekten an einer Hand abzuzählen sind. Das Video der deutschen Fassung ist letterboxed (2,23:1). Alternativtitel: „Alien 3– Die Wiedergeburt“. Mit Sigourney Weaver, Charles S. Dutton, Charles Dance, Lance Henriksen u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin