Irgendwann nach dem Zweiten Weltkrieg und irgendwo hinter dem (ehemaligen?) Eisernen Vorhang. Eine grausame Mordserie erschüttert die Staatsorgane einer Gesellschaft, die aus zwei Bevölkerungsmengen besteht: Menschen und Vampire. Dem Polizisten Steve Grant wird Vampir-Kollege Aaron Gray zur Seite gestellt, um die Verbrechen zu untersuchen. Die Spur führt zu Ober-Beißer Cross, der im Auftrag des sinistren Professors Fleming die Menschheit mit einem Vampir-Virus vernichten soll...
Dieser Vampir-Thriller, der als Buddy-Movie à la „Space Cop L.A. 1991“ konzipiert ist, besticht durch zwei Komponenten: erstens durch seine relativ extreme Blutrünstigkeit und zweitens durch sein merkwürdig stilisiertes Ambiente, das „Dark Species – Die Anderen“ eine Mischung aus 40er-Jahre- und Ostblock-Look verleiht (Kein Wunder, denn die Drehorte waren in Budapest, Ungarn!). So betrachtet wirkt Michael Oblowitz’ Film weitaus neo-gothischer als der diesbezüglich vielgepriesene „The Crow“. Was allerdings hier nicht so gut funktioniert, ist die etwas verwirrend erzählte Geschichte, die sich dem geneigten Zuschauer nur bruchstückhaft erschließt. Vieles bleibt diffus, einiges erscheint über-ambitioniert und auf manche Details schaut man lieber nicht zu angestrengt. Doch im Gegensatz zu den gelackten California-Sunshine-Genrefilmen bringt „Dark Species – Die Anderen“ wenigstens gepflegte Düsterheit auf den Bildschirm. Mit Adrian Paul, Bookem Woodbine, Bai Ling, Peter Halasz u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin