Animationsfilm. Tokio 1999: Die sieben Erddrachen sind erwacht und beginnen, jene Stätten zu zerstören, die sie bislang in ihrem Bannkreis gehalten haben. Damit droht der Stadt und natürlich auch der Mensschheit der Untergang. Doch zum Glück gibt es sieben wagemutige Krieger himmlischen Ursprungs, die der Tokioter Bevölkerung zur Seite stehen. Nur Kamui weiß noch nicht so recht, ob er sich zu den Bösen schlagen soll...
Nicht immer sind es nur Sex und Brutalitäten, die den scheinbar einzigen Daseinsgrund japanischer Zeichentrickfilme bilden müssen, sondern wie hier auch endlose Zerstörungsorgien, die man mit keiner Live-Action-Produktion realisieren könnte. Wenn das Ganze – wie in „X – The Movie“ allerdings nicht geschehen – in eine feste narrative Form gegossen wird, scheint das ja zumindest für Anime-Fans Sinn zu machen. Doch was einem Tarô Rin hier an Wirrheit und Traum-Realität-Vermengung (inkl. jeder Menge Mandelblütenblättern, die durch fast jedes Bild schweben) bietet, ist wahrlich nicht dazu geeignet, so etwas wie einen roten Faden erkennen zu lassen. Und da auch die handelnden Figuren nur sehr oberflächlich eingeführt werden, vermute ich mal, daß „X – The Movie“ eh nur ein Zusammenschnitt einer Serie ist, die ein paar der ach so typischen Allmachtsphantasien befriedigen soll. Auf Video letterboxed (1,85:1).
© Selbstverlag Frank Trebbin