Das alte Schlachthaus „deep in the heart of Texas“ (das ist nicht der Name, sondern die Ortsbeschreibung!) soll neuen Gebäuden weichen, damit der Boden gewinnträchtiger genutzt werden kann. Lester Bacon, der alte Schlächtermeister, der stolz darauf ist, alles noch mit der Hand zu erledigen, will aber partout nicht verkaufen. Als man ihn drängt, dreht sein zweieinhalb Zentner schwerer, aber debiler Sohn Buddy durch und meuchelt die Bodengewinnler dahin.
Unverkennbar handelt es sich bei diesem B-Picture um ein Rip-Off des ungleich besseren „Ketten-Sägen-Massaker“. Ähnlich wie dort hat Alteingesessenes dem spekulativen Neuem zu weichen, dämmert dumpfe Inzucht hinter verriegelten Türen der schlichten Ländlichkeit. Anders als im Vorbild wird die gesellschaftskritische Komponente erkennbarer in den Vordergrund einer Handlung gestellt, die sich ebenso auch an der heutigen Slashermovies orientiert. Für Freunde des Farmhouse-Fun bietet Rick Roesslers „Slaughterhouse“ trotz des offensichtlichen Exploitation-Charakters und der geschliffenen Handlung einiges an Unterhaltung. Mit Sherry Bendorf, Don Barrett, William Houck, Joe Barton u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin