Review

(Staffel 1)

Meine Reviews:

Vorab, wie mit einem Mod per PN besprochen: Die Urheberrechte dieses Textes bleiben einzig bei mir. Sollten Änderungen vorgenommen werden (müssen), bitte eine Info an mich. 

Wenn man als Erwachsener nach Jahr(zehnt)en Filme & Serien „von früher erneut schaut, weiß man mitunter nie, was einen erwartet. Nostalgiefaktor vs. geänderter Geschmack u. v. m. beeinflussen das Empfinden sehr stark. Im Gegensatz zu meiner Kindheit und Jugend schaue ich mittlerweile fast ausschließlich Spielfilme. Serien sind mir zumeist zu stark in die Länge gezogen - Kaugummi und so… 

Nun wagte ich nach locker einer Dekade einen Blick auf Staffel 1 von CSI: Den Tätern auf der Spur

CSI: Crime Scene Investigation, wie diese im OT heißt (übersetzt: Tatortermittlung), kam in den USA von 2000 bis 2015 & im Anschluss weltweit, u. a. in Deutschland, raus. Eine typische Krimiserie und das sehr erfolgreich. Wobei auf Deutsch ab Staffel 12 der Alternativtitel CSI: Vegas und in der Schweiz CSI – Las Vegas genutzt wird. Egal, welchen Namen man dem Kind gibt, die Titelmelodie Who Are You von The Who bleibt. 

In den 23 Episoden der ersten Staffel sehen wir Dr. Gil Grissom (William Petersen) und sein Team (Marg Helgenberger, Jorja Fox, George Eads & Gary Dourdan) als (Polizei-)Einheit Tatorte akribisch auf Beweise untersuchen, ermitteln und Fälle lösen. U. a. Paul Guilfoyle, Eric Szmanda & Robert David Hall treten immer mal wieder in Nebenrollen auf und in Punkto Gastauftritten fallen mir bei Staffel 1 etwa Harrison Young, Milo Ventimiglia & Dakota Fanning ad hoc ein. 

Jede Folge (a +/- 40 Minuten) kommen (meistens) mehrere Fälle vor, Nebenhandlungen um die Darsteller werden in Soapmanier eingebettet und das Happy End wird teils nicht zu arg ausgereizt / konstruiert. Man hat es geschafft, dass die Fälle am Ende abgeschlossen sind. Dadurch umgeht man Langeweile sowie besagten Kaugummi-Effekt. Ein wenig Handlung wird dafür episodenübergreifend fortgeführt. Dadurch steigen die Sympathiepunkte der Hauptfiguren rasch - die bekannten Gesichter. Schauspielerisch gibt es nichts zu Meckern. Die Mimen verstehen ihr Handwerk und sind auch keine Neulinge im Job - von Blutmond (1986) über Species (1995) bis Memento (2000).

Die Angst, irgendwem auf den Schlips zu treten, ist hier nicht zu befürchten. Die gute alte Zeit - hoffentlich kommt die wieder ;-) Ein nackter Mann läuft durchs Bild? Ja. Eine Stripperin tanzt an der Stange? Ja. Ein Täter ist weiß? Ja. Ein Täter ist schwarz? Ja. Zwei Täter sind homo? Ja. Na und? Schön war es als man das noch so inszeniert hat. Jerry Bruckheimer und William Petersen produzierten die Serie seinerzeit.

Am gelungensten der ersten Staffel werte ich S1E7 Im Blut vereint (OT: Blood Drops). So ein Massenmord, eine abgeschlachtete Familie, sticht selbst bei CSI heraus. Die Kamera hält, wie üblich, zwar nicht übertrieben stark drauf, aber man bekommt sehr wohl Blut, Wunden, Leichen usw. auch optisch präsentiert. Gerade bei der Folge sieht man, dass der Weg das Ziel ist und man sich bei der Auflösung / dem Ende Mühe gibt - auch wenn es dann mal kein Happy End wird.

Zum Abschluss zwei Trivia-Infos: Die Figuren Gil Grissom und Catherine Willows basieren lose auf den Kriminalisten Daniel Holstein und Yolanda McClary, wobei Erstgenannter erst Gil Scheinbaum hieß und als Anspielung auf den Astronauten Gus Grissom abgeändert wurde.

Fazit:
CSI: Den Tätern auf der Spur (Staffel 1) wurde durch den Zahn der Zeit nicht angefressen, sondern kann sich auch nach einem Vierteljahrhundert gut sehen lassen. Darsteller, Ideen, Unterhaltung, keine Längen - gelungen.

08 von 10 Punkte

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