Die füllige Krankenschwester Martha Beck und der südländische Westentaschen-Gigolo Raymond Fernandez lernen sich durch eine Heiratsannonce kennen. Beide geraten in eine merkwürdige Abhängigkeit zueinander, die darin gipfelt, daß Martha und Ray durchs Land ziehen, die Bekanntschaft von reichen, älteren Frauen suchen und diese dann wegen des Geldes umbringen.
Basierend auf dem tatsächlichen Kriminalfall des 1951 hingerichteten Mörderpaares Martha Beck und Raymond Fernandez weiß dieser True-Crime-Film durchaus zu unterhalten. Hierzulande ist Leonard Castles Porträt einer mörderischen Beziehung allerdings noch nicht auf Video erschienen, sondern erlebte gleich seinen Start im Fernsehen. Schnell als kleiner Kultfilm hochgepusht, entpuppt er sich doch bei näherer Betrachtung nur als stinknormaler Subgenrebeitrag, der weder klassische Höhen erreicht noch die Niederungen des Billigkinos. Lediglich formal besticht „Honeymoon Killers“ durch die kontrastreiche, zuweilen recht harte Schwarzweiß-Fotografie. Längen in der Handlung werden durch die überzeugenden Leistungen in den Hauptrollen überspielt. Als bizarre Amour-fou-Geschichte nicht ohne Reiz. Im TV letterboxed. Mit Tony Lo Bianco, Shirley Stoler, Mary Janes Higby, Doris Roberts u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin