Der Original-Toxie war der absolute Kult-Hammer, doch schon bereits beim ersten Sequel ging was ganz gewaltig in die Hose. Offensichtlich waren die Macher von dem Ehrgeiz besessen, so etwas wie eine politisch unkorrekte Komödie für das breite Publikum zu drehen - zwei Kompententen, die sich in der Regel schwer vereinbaren lassen. Und auch Troma scheitert!
Was "Atomic Hero II" vor allem fehlt ist die ungezwungene Ausgelassenheit des ersten Teiles: Plötzlich wirkt alles kalkuliert, alles aufgesetzt. Plötzlich sind auf einmal Schauspieler dabei, die richtig spielen wollen, anstatt frei Schnauze zu agieren. Hinzu kommt, dass Troma hier plötzlich anfängt irgendwelche Hollywood-Großproduktionen nachzuäffen, das auf einmal als größer und spektakulärer wirken muss als im ersten Teil. Doch die Rechnung geht nicht auf: Die Jokes zünden nur selten und selbst die Splatter-Effekte lassen nicht mehr das Partyfeeling aufkommen wie noch im legendären Vorgänger.
Gung Ho sagt: "Im unteren Mittelfeld anzusiedelndes Sequel, dass leider nur als Spaßbremse funktioniert. Ist auch der Grund, warum ich mir Teil drei und vier bis zum heutigen Tage nicht gegeben habe..."