Franks Bewertung

star / 3

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

Diese Kritik stammt aus der Buchreihe "Die Angst sitzt neben Dir"


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Review

von Frank Trebbin

Ein einsames Dorf in den verschneiten Weiten Finnlands erhält Besuch von einem bekannten Fotomodell. Sogleich fängt der Dorfdepp an zu sabbern und ist hinter der holden Maid her. Die kann sich jedoch der immer heftiger werdenden Angriffe erwehren. Da taucht der derangierte Bruder des Möchtegern-Machos auf…

Abgesehen von der deutschen Titelschmiede, die den Zuschauer so richtig verarscht, ist es auch der langatmige, unspannende und unblutige finnische Heimatfilm à la „Grün ist die Heide“ selbst, der einem die Hutschnur platzen läßt. Von einem handfesten Genrebeitrag kann keine Rede sein. Der erste Mord, der völlig unsinnig für die Handlung ist, geschieht erst nach gut 55 Minuten. Bis dahin hatte man das Vergnügen, wenn man nicht vorher den Fernseher zerhackt hat, ungefähr 5 Minuten Dialoge und 50 Minuten Schweigen mitzuerleben. Dafür muß man aber feststellen, daß auch die Skandinavier etwas vom Backwood-Kretinismus abbekommen haben. Der Rest der oscarverdächtigen Handlung ist schnell erzählt: Der Dorfdepp kommt um, und der Bruder heult mit den Wölfen. Man muß es gesehen haben, um es zu glauben. Mit Tiina Björkman, Kari Sorvali, Mikko Kivinen, Kim Gunell u.a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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