Laura, Anfang 20, ist eine Gelegenheits- und Beischlafdiebin, die Spaß am Verkleiden hat. Weder ihr netter alter Nachbar Mr.Tilden, der sie für seine Tochter hält, noch Sid, ihr alter Freund, ahnen etwas von Lauras nächtlichen Umtrieben. Doch seit dem letzten Beutezug wird Laura von einem Unbekannten verfolgt. Der Horrortrip kulminiert, als Laura ihre Mutter ermordet auffindet und der Täter noch in der Wohnung lauert…
Der deutschstämmige New Yorker Avantgarde-Filmer Peter Ily Huemer meint wohl ernsthaft, seinen verschrobenen Erzählstil mit den künstlerisch angehauchten Bildern eines altbekannten Psycho-Stoffes verbinden zu können. Seine Herkunft als Cutter bei vielen Musikvideos und seine Erfahrungen im Theaterbereich fließen in „Kiss Daddy Good Night“ ein, lassen den Film aber nur zu einem statischen Ereignis werden. Weder die Kulisse des nächtlichen New York noch die glitzerne Scheinwelt, in der sich Laura als Diebin bewegt, sind vorteilhaft für den Film eingebracht worden. Das Thrill-Moment wird viel zu spät forciert, und die Auflösung der Geschichte ist ebenso altbacken wie das Spiel der Hauptdarstellerin. Mit Uma Thurman, Paul Dillon, Paul Richards, Steve Buscemi u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin