Franks Bewertung

starstarstarstar / 5

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

Diese Kritik stammt aus der Buchreihe "Die Angst sitzt neben Dir"


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Review

von Frank Trebbin

TV-Reporterin Karen White ist hinter „Eddie“, einem irren Sexmörder, hinterher. In einer Peepshow trifft sie sich mit dem Mann und erlebt Böses: Eddie verwandelt sich vor ihren Augen in einen Werwolf. Just in diesem Augenblick stürmt die Polizei den Laden und erschießt den gesuchten Verbrecher. Um sich von diesem Erlebnis zu erholen, fährt Karen in das einsam gelegene Sanatorium des Dr. George Waggner. Dort entdeckt sie, daß auch „Eddie“ schon einmal dagewesen sein muß. Und es kommt noch schlimmer: Dr. Waggners Patientien sind auch allesamt Werwölfe…

Der Werwolfstreifen „Das Tier“ ist nicht nur intelligentes Schockkino, welches Kritiker und Publikum gleichermaßen begeistern konnte, sondern auch der Startschuß für eine Wiederbelebung dieses Subgenres. Ähnlich gut wie John Landis mit seinem „American Werewolf“ versteht es der ehemalige Roger-Corman-Schüler Dante, Horror und Ironie in einträchtiger Weise nebeneinander zu stellen. Das Ergebnis ist ein perfekt inszeniertes Schauermärchen für Erwachsene mit eindrucksvollen Verwandlunsszenen (kreiert von Rob Bottin) und spritzigen Dialogen. Doch anders als in den klassischen Werwolffilmen wird in „Das Tier“ die Fähigkeit, sich in einen Wolf zu verwandeln, nicht als Fluch sondern als Ausdruck sexueller Unabhängigkeit dargestellt. Viele Insidergags, z.B. Rollennnamen wie Terry Fisher, Jack Molina oder Fred Francis, lassen den Film zu einem Suchspiel für Fans werden. In einer Szene taucht sogar die mumifizierte Leiche der Großmutter der Saw-Family auf. Nach „Das Tier“ sollten noch mehrere Fortsetzungen folgen, die alle diesen Titel tragen, doch keine davon erreichte die Klasse des Originals. Mit Dee Wallace, Patrick MacNee, Dennis Dugan, Christopher Stone, Dick Miller u.a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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