Marie Davenport, die gelangweilte Ehefrau eines bekannten Arztes, unterhält eine Affäre mit Daniel, einem Kollegen ihres Mannes. Während einer Geschäftsreise nach Acapulco stirbt Alex Davenport auf dramatische Weise bei einem Badeunfall. Während Marie trauert, verschwindet Alex’ Leiche aus der Totenhalle. Plötzlich wird Marie auch von unheimlichen Visionen gepeinigt, bei denen die Jungfrau Maria im Mittelpunkt steht. Für Marie beginnt eine grausame Odyssee.
„Cold Heaven“ ist ein sehr subtiler Horrorthriller, der zweifelsohne auf mehreren Ebenen funktioniert und sein Publikum findet. Nicolas Roeg, der bereits mit „Wenn die Gondeln Trauer tragen“ einen Beweis seines filmischen Könnens abgeliefert hat, erzählt hier eine Geschichte, die ebenso von der „Omen“-Serie wie auch vom klassischen Wiedergänger-Kino beeinflußt ist. Ohne jede Frage zieht einen Roegs Film in den Bann, aber auch ohne jede Frage bleibt er bis zur letzten Minute rätselhaft und obskur. Mit der teilweise etwas überfrachteten Bildsymbolik und der betont religiösen Ikonografie überfordert „Cold Heaven“ ein wenig und wirkt daher schlußendlich prätentiös. Doch gerade die ungewöhnliche Sprache der Bilder ist es, die „Cold Heaven“ weit über den Durchschnitt hebt. Alternativtitel: „Kalter Himmel“. Mit Theresa Russell, James Russo, Julie Carmen, Mark Harmon u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin