In einem kleinen französischen Provinznest werden mehrere Frauen erwürgt. Am Tatort hinterläßt der Mörder jedesmal eine schwarze Schnecke. Aus Paris eilt Kommissar Lavardin herbei, der schon bald erkennt, daß es hinter der kleinbürgerlichen Fassade mächtig brodelt. An Verdächtigen mangelt es kaum, und eine düstere Geschichte in der Vergangenheit der Kleinstadt bringt die Spur zum Mörder.
Routiniert inszenierter Fernseh-Psychothriller, der von Claude Chabrol in bewährter sozialdemontierender Weise erzählt wird. Auch wenn hier mal wieder weniger der Thrill um den behandschuhten Mörder im Vordergrund steht, so gehört „Das Geheimnis der schwarzen Schnecke“ aber doch eindeutig zu den Streifen, die den Brückenschlag vom Kriminal- zum Horrorfilm probieren. Hätte Chabrol noch ein wenig mehr Sex eingebaut, so wäre es ein guter Giallo-Stoff geworden. Die Motiviation des Täters mit dem Kindheitserlebnis paßt jedoch ganz eindeutig ins Genre. Mit Jean Poiret, Stéphane Audran, Roger Dumas, Catherine Rouvel u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin