Franks Bewertung

starstarstarstar / 7

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

Diese Kritik ist Bestandteil der erstmalig in der SPLATTING IMAGE veröffentlichten Fortführung von "Die Angst sitzt neben Dir"


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Review

von Frank Trebbin

London. Die große Katastrophe um den sich ausbreitenden Wut-Virus konnte mit Hilfe von US-Truppen verhindert werden und so fängt man wieder an, britische Bürger aus dem Ausland heimzuholen, um das Land zu bevölkern. So auch die beiden Kinder von Don Harris, der auf seiner Flucht vor den Infizierten leichtfertig seine Frau geopfert hat. Pech ist nur, daß diese immun gegen den Virus ist, ihn nun aber als Wirt beherbergt und noch lebt! Als die Harris-Kinder ihre Mutter suchen, finden und in die Schutzzone bringen, bricht das Virus wieder aus. Die US-Soldaten haben nun den Befehl, London völlig auszulöschen…

Danny Boyle hat die Seiten gewechselt und nunmehr die Fortsetzung zu seinem eigenen “28 Days later” als Produzent begleitet. Schön, daß er aber seinem Vorfilm treu geblieben ist und „28 Weeks later“ zu einem ebenso starken Erlebnis hat werden lassen. Stilistisch geht es nämlich wie beim Original zu: düstere, herb-realistische Bilder bestimmen die Handlung, die wiederum auf gekonnte Weise Elemente aus „Crazies“, Cronenbergs bekannten Infizierten-Thrillern aus den 1970ern sowie der „Dämonen“-Filmreihe von Lamberto Bava vereint. Obwohl sich Genrefans schon danach alle Finger lecken könnten, kommt es eigentlich noch besser. Anstatt klassischen Splatter mit ewig langen Ich-halte-mal-die-Kamera-drauf-Effekten zu bieten, geht hier die Post im nun einmal funktionierenden MTV-Stakkato ab und man wird das einumsandere Mal daran erinnert, daß der Kampf gegen die vom Wut-Virus Angefallenen schlicht und ergreifend Krieg ist – und zwar einer der sau-blutig, gemein und nicht zu gewinnen ist. Bei so viel Reflektion auf aktuelle politische Ereignisse erübrigt es sich schon fast, noch hinterher zu schieben, daß „28 Weeks later“ auch noch eindringlich gespielt und hervorragend inszeniert ist. Fazit: eine würdige Fortsetzung. Auf DVD 16:9. Mit Robert Carlyle, Rose Byrne, Jeremy Renner, Harold Perinneau u.a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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