Irgendwo in den Alpen. Die junge Anna freundet sich mit einigen -zigeunern an, die an einem Bergsee lagern. Als Annas schwachsinniger Bruder ein Mädchen aus der Sippe umbringt, fürchtet sein herrschsüchtiger Vater, daß nun ein Fluch auf der Familie liegt. Deshalb befiehlt er die Ausrottung der -zigeuner-Sippe.
Hier ist er also, der sagenumwobene „Der Irre vom Zombiehof“. Von den Produzenten durch eine geschickte Umtitelung schnell auf die Zombie-Schiene gebracht, soll dieser Alpenthriller Horrorfans anlocken, wie dazumal der Rattenfänger die Kinder. Nun ja, so schlecht wie immer behauptet wird, ist Richard Jacksons (angeblich steckt Ernst von Theumer dahinter) nicht. Nur eben, daß dies kein richtiger Horror- sondern eher ein Heimatfilm mit Krimieinschlag ist. Als deutscher Backwood-Beitrag verdient der Streifen jedoch durchaus einen kurzen Blick. Ärgerlich sind eigentlich nur die rassistischen Tendenzen, mit denen man unverhohlen kokettiert. „Der Irre vom Zombiehof“ ist technisch belangloser Alpen-Trash um Inszest, Blutrache und sexuelle Sehnsüchte. Hinter dem Titel „Das Mädchen vom Hof“ verbirgt sich die leicht gekürzte Fernseh-Fassung. Mit Herb Andress, William Berger, Maria Beck, Peter Jacob u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin