Seit Ende der 1960er Jahre hält der sogenannte „Punktezähler“-Killer die Stadt San Francisco in Atem. Detective John Lucca ist dermaßen in den Fall vernarrt, dass er selbst Jahre nachdem der Mörder gefasst wurde immer noch den Biedermann Lloyd für den wahren Täter hält und ihm hinter her stellt. Als Lucca kurz vor dem Krebstod steht, lädt er Lloyd zu einer letzten Autofahrt von Tatort zu Tatort ein, um ihn schlußendlich doch noch zu überführen...
Die Handlung von „Jagdgründe des Verbrechens“ orientiert sich zwar an den Morden des sogenannten „Zodiac Killers“ und dennoch ist aus Michael Pattinsons Made-for-Cable-TV-Thriller kein True-Crime-Movie im herkömmlichen Sinne geworden. Pattinson, der kein Interesse an einer genregerechten Darstellung der mörderischen Umtriebe hatte, konzentriert sich nämlich mit seiner kühlen Inszenierung ganz auf das fiktive Duell der beiden Hauptdarsteller und versucht dabei, psychologische Grenzsituationen auszuloten. Beeindruckend dabei ist die Kaltschnäuzigkeit, mit der das Katz-und-Maus-Spiel abläuft. Schade ist eigentlich nur, dass sich Pattinson für seine Auflösung zu sehr vom Schluß von David Finchers „Sieben“ hat beeinflussen lassen. Auch ist die anfänglich sehr verwirrende Erzähltechnik mit den vielen Rückblenden etwas gewöhnungsbedürftig. Mit Edward James Olmos, George Dzundza, Roger R. Cross, Gwynyth Walsh u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin