Im Oktober 1974 wird der dreijährige Luke vor den Augen seiner Mutter entführt. Das Kind wird nie gefunden. Sechzehn Jahre später klingelt es an der Haustür der Mutter und ein junger Bursche steht davor, der behauptet, Luke zu sein. Alles scheint prima, doch dann entdeckt Dan, der neue Freund von Lukes Mutter, einige Ungereimtheiten in der Geschichte des Jungen. Da wird Dan Opfer eines „Unfalls“…
Der Film ist ein guter TV-Made-Psychothriller, der es versteht, die Spannung nach klassischen Mustern stetig zu steigern. Anfangs denkt man noch, hier einem mittelmäßigen Melodrama aufgesessen zu sein, doch schon bald entdeckt man die Brüche unter der Oberfläche der anscheindend so heilen Familienzusammenkunft. Als dann der sogenannte Unfall mit Dan passiert, ist alles klar. Apropos Dans Tod: Dieser stirbt unter der Eisdecke eines zugefrorenen Sees, was noch virtuoser gefilmt ist als anno dazumal in „Das Omen II“. Der Höhepunkt des Films ist eine für Fernsehverhältnisse derbe Aneinanderreihung von Gewaltszenen, die besonders in ihrer Motivauswahl (z.B. das Verbuddeln der Leichen im häuslichen Keller) die Bizarrheit des Stoffes unterstreicht. Mit Rick Schroder, Kate Jackson, Chris Sarandon, Clark Sandford u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin