Franks Bewertung

starstarstarstar / 3

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

23.02.2013
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Review

von Frank Trebbin

Die psychisch labile, aber in ihrem Beruf ziemlich fitte Polizistin Megan Paige bekommt es mit einem Fall zu tun, der ihr mehr als nur an die Nieren geht: ein kleines Mädchen wurde vergewaltigt und ermordet. Schnell ist sie nicht mehr Herrin ihrer Sinne und muss für einige Zeit in psychologische Behandlung. Zwei Jahre später – Megan ist inzwischen geheilt und im Innendienst tätig – schlägt der Killer erneut zu. Megan drängt sich in die Ermittlungen und gerät wieder psychologisch in Schieflage...

Gilt „Das Schweigen der Lämmer“ als Paradebeispiel für die Emanzipierung einer weiblichen Ermittlerin, so könnte man Rob Schmidts „Alphabet Killer“ als realistischen Gegenentwurf zur mondänen FBI-Welt und seine Megan Paige als Anti-Clarice-Starling bezeichnen. Sein spannendes Psychogramm einer an ihrer Arbeit zerbrechenden Polizistin beruht angeblich auf einer wahren Begebenheit und überzeugt vor allem durch sein bitter-böses Ende, welches gegen alle Konventionen gebürstet ist und lediglich durch die Geisterauftritte der ermordeten Opfer etwas abgeschwächt wird. Doch dieses Manko ist dadurch vernachlässigbar, weil „Alphabet Killer“ nun mal ein Crossover zwischen Psychothriller und Horrorfilm zu sein scheint und innerhalb der dadurch gesetzten Genregrenzen die Visionen von Megan legitim sind. Einzig und allein die im Stile von Ich-ziehe-ein-Kaninchen-aus-dem-Hut herbeigeführte Entlarvung des Täters ist mal wieder allzu billig. Ansonsten: sehenswert. In Nebenrollen sind zu sehen: Michael Ironside, Bill Moseley und Tom Noonan. Auf DVD 16:9. Mit Eliza Dushku, Cary Elwes, Timothy Hutton u.a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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