Nachdem eine verlassene Segelyacht mit einem Zombie an Bord im Hafen von New York aufgetaucht ist, verfolgen Anne, die Tochter des verschwundenen Yachtbesitzers, und der Reporter Peter die Spur der Irrfahrt des Schiffes bis zurück zu der Antilleninsel Matoul. Dort machen sie nicht nur die Bekanntschaft von Doktor Menard, einem Wissenschaftler, der mit dem Tod experimentiert, sondern entdecken auch den Ursprungsort der Zombies.
Dieser Schnellschuß aus der Hüfte, der als geschäftsträchtiger Nachzieher des in Europa sehr erfolgreichen „Zombie“ gedacht ist, zeigt einmal mehr die Tüchtigkeit italienischer Filmemacher, allen voran Antonio Margheriti und eben Lucio Fulci. Daß Fulci mit diesem Streifen an einer eigenen Welle von Lebenden-Toten-Filmen bastelt, war zu Produktionsbeginn wohl noch nicht abzusehen. In typisch italienischer Manier, wunderbar kolportagehaft zubereitet, werden einige obligatorische Sexeinlagen mit blutrünstig-sadistischem Horror vermischt. Trotz der vielen unfreiwilligen Lacher, die so manches Pizza-Make-Up der Zombies verursacht, bleiben doch der Großteil der F/X ausgesucht blutig und ernst. Den tollsten Einfall hatte Fulci allerdings mit dem unschlagbar lachhaftem Unterwasserkampf zwischen einem lebenden Toten und einem Hai. „Woodoo– Schreckensinsel der Zombies“ ist hierzulande in zwei unterschiedlichen Versionen zu begutachten: stark gekürzt (spätere Edition des Videoanbieters) oder in den Gore-Szenen ungeschnitten (ehemalige Kaufkassette!). In beiden deutschen Fassungen fehlt jedoch eine ca. einminütige Handlungsszene. Alternativtitel: „Zombi 2“ und „Die Schreckensinsel der Lebenden Toten“. Auf Video letterboxed (2,19:1). Mit Ian McCulloch, Richard Johnson, Tisa Farrow, Auretta Gay u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin