Ein riesiger Octopus, der auch schon mal einen Trawler in die Tiefe ziehen kann, treibt sein Unwesen im New Yorker East River. Als die ersten Leichen von halbverspeisten Vermissten auftauchen, werden Nick Hartfield und Walter McNair, zwei Cops von der Hafenpolizei, in den Fall hineingezogen. Doch selbst als McNair durch den Octopus stirbt, glaubt niemand an die Geschichte seines Kollegen. Im Gegenteil: Der Bürgermeister ist froh, als man kurz vor der Feier zum 4. Juli einen Penner als sogenannten „East River Killer“ verhaftet.
War schon Emmerichs „Godzilla“ für New York eine Zumutung, so entpuppt sich „Octopus 2“ als wahrer Super-Gau. Unter der Aufsicht von Produzent Boaz Davidson konnte der unbekannte Yossi Wein einen billig dreinschauenden Monsterfilm herunterkurbeln, der krampfhaft auf den Spuren seiner diesbezüglichen Vorgänger aus den 1950er Jahren wandelt und der inhaltlich keinesfalls etwas mit dem ersten Teil zu tun hat. Im Gegenteil: Der Horrorstoff ist dieses Mal so dünn, dass er in der letzten Viertelstunde einem Katastrophenszenario weichen, welches mit Filmschnipseln aus dem Sylvester-Stallone-Vehikel „Daylight“ aufgepäppelt worden ist. Nur bei den Unterwasseraufnahmen gibt es wahrhaft Übernatürliches zu vermelden, denn das New Yorker Hafenwasser ist so klar wie der Swimming Pool meines Nachbarn. Kurzum: „Octopus 2“ ist zwar von den Trickeffekten her etwas besser als sein Vorgänger aber immer noch glatt gebügelte Z-Grade-Scheiße. Auf DVD letterboxed (1,78:1). Mit Michael Reilly Burke, Meredith Morton, Frederic Lane, John Thaddeus u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin