Gefolgt von Gangstern, die seinen Kopf wollen, flüchtet der Playboy und Gelegenheitsgauner Marc von New York nach Nizza. Dort findet er Unterkunft und Beschäftigung in der Villa der reichen Barbara, deren Ehemann vor zwei Jahren unter mysteriösen Umständen ums Leben kam. In dem Haus befindet sich auch das Dienstmädchen Melinda, die sich in Marc verliebt. Marc findet bald heraus, daß mit den beiden Frauen etwas faul ist. Doch da ist es schon zu spät…
Der französischen Regieveteran René Clement hat mit „Wie Raubkatzen“ eine spannende Mischung aus Krimi und Psychothriller geschaffen, der mit einigen barocken Horrorelementen (z.B. geheime Gänge, alles beobachtende Augen hinter Wänden) zu unterhalten weiß. Der Zufluchtsort Marcs erweist sich von Anfang an, aber erst in letzter Konsequenz erkennbar als grausame Falle, so daß das makabre Ende an Doppelbödigkeit gewinnt. Zwar muß man Clement vorhalten, daß er seinen Film nur auf dieses Ende hin konstruiert hat, doch ist ihm das Gesamtgebilde doch recht ansehnlich gelungen. Empfehlenswert für alle, die mal über den Rand des Horrorgenres schauen wollen. Im TV letterboxed (1,77:1). Mit Alain Delon, Jane Fonda, Lola Albright, André Oumansky u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin