Franks Bewertung

starstar / 2

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

Diese Kritik ist Bestandteil der erstmalig in der SPLATTING IMAGE veröffentlichten Fortführung von "Die Angst sitzt neben Dir"


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Review

von Frank Trebbin

Nach dem Unfalltod ihrer Eltern ziehen die 16jährige Ruby Baker und ihr jüngerer Bruder Rhett bei Ehepaar Glass ein, die ein riesiges, mondänes Anwesen aus Glas und Beton hoch über Malibu besitzen. Erin und Terry Glass, die die Vormundschaft über Ruby und Rhett haben, scheinen ein dunkles Geheimnis zu hüten, denn hinter der förmlich nach Geld riechenden Fassade brodelt es mächtig: Terry wird von Geschäfstfreunden bedroht und Erin hängt an der Nadel. Als die Übergriffe durch die Pflegeeltern immer konkreter werden, merkt Ruby, dass sie und ihr Bruder in einem gläsernen Gefängnis sitzen...

Glas ist das große Stichwort in Daniel Sackheims Kinodebüt und so durchsichtig wie eben jenes Glas ist auch die Handlung dieses glattpolierten Psychothrillers, der inhaltlich kaum mehr gehaltvoller ist als jeder x-beliebige Edgar-Wallace-Krimi, denn geht es auch in „The Glass House“ nur ums schnöde Geld. Das im Studio kreierte, wenig Gemütlichkeit ausstrahlende High-Tech-Domizil von Ehepaar Glass – vom Katholischen Filmdienst klar als Hauptdarsteller des Film entlarvt – ist bezeichnend für den gesamten Erstling, der ebenso kühl wie unnahbar erscheint. Von Suspense ist trotz der guten Schauspieler nichts zu spüren, denn Stellan Skarsgards Auftritt als Edel-Psychopath mit Geldnot geht so ziemlich unter in einer gesichtslosen Allerwelts-Inszenierung, die mit tösender Soundkulisse unterlegt ist, die davon ablenken soll, dass man einer modernen „Hänsel und Gretel“-Variation aufgesessen ist. Des weiteren mit Leelee Sobieski, Diane Lane, Bruce Dern u.a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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