Jake Sawyer nimmt auf einer Tattoo-Convention in Singapur ein altes samoanisches Tätowierwerkzeug mit, schneidet sich daran und hat fortan Visionen von Geistern in Spiegeln. Er sucht daraufhin die Gruppe aus Samoa und trifft auf Sina, die ihn in die archaischen Tätowier-Riten ihres Volkes einführt. Da muss Jake erkennen, daß mit dem gestohlenen Werkzeug der Geist eines bösen Tätowierers ins Diesseits gelangt ist, der jetzt Jakes Kunden zu Tode tätowiert...
Relativ ruhig und gelassen geht es bei dieser eigenwilligen Mischung aus Geisterfilm, Einblick in die Sitten und Gebräuche der Samoaner sowie Aufgeil-Video-übers-Tätowieren zu. Obwohl Peter Burgers Film trotz der zurückhaltenden Inszenierung einen soliden Eindruck macht, will der Funke einfach nicht überspringen, denn als Genrefan muß man eine viel zu lange Exposition über sich ergehen lassen, bevor die Handlung mehr und mehr in Schwung kommt. Daß das Ganze wie schon weiland bei den Hammer-Schinken durch einen altmodischen Schuld-und-Sühne-Höhepunkt gekrönt wird, paßt bei „Tattoist – Das Böse geht unter die Haut“ eigentlich ganz gut ins Konzept. Fazit: schon aufgrund der Herkunft mal was anderes. Auf DVD (16:9) letterboxed (2,35:1). Mit Jason Behr, Mia Blake, John Bach, Timothy Balme u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin