Sheriff Charlie Dexton untersucht einen mysteriösen Todesfall in der kleinen texanischen Stadt Wrightsville in Texas. Dabei wird er gezwungen, sich mit seiner eigenen Vergangenheit auseinanderzusetzen und sein Weg führt ihn in die finstersten Abgründe seiner sonst so freundlich scheinenden Heimatstadt. Sein exzentrischer Vater und Ex-Sheriff macht ihm die Sache nicht leichter, und als auch noch sein düsterer Bruder nach Hause zurückkehrt und zum Hauptverdächtigen wird, droht Charlies Familie auseinander zu brechen. Im kleinen Wrightsville wird eine Familie auf den Kopf gestellt, eine Stadt zeigt ihr wahres Gesicht und ein Held wird entdeckt… (Zitat Pressetext)
Ein mysteriöser Mordfall, ein kleines texanisches Wüstenkaff mit all seinen exzentrischen Einwohnern und darüber ein Western-Music-Soundtrack aus der Jukebox – fertig ist ein spröde-witziges Konzept, welches nicht von ungefähr zumindest auf atmosphärischer Ebene an einen Coen-Brothers-Film der ersten Jahre erinnert. Und da „Small Town Murder“ noch mit einer der bizarrsten Bestattungszeremonien des Genres aufwarten kann, wird die herrlich lakonisch erzählte Geschichte zumindest für die Freunde schräger Unterhaltung ganz schön auf die Spitze getrieben. Die Auflösung des Kriminalfalles gerät so fast zur Nebensache, denn das Schlussdrittel, bei dem sämtliche Nebenhandlungen entwirrt und zu einem Punkt geführt werden, läutet sich ohne Pauken und Trompeten ein und endet kurioserweise auch so. Fazit: ein B-Film der besonderen Sorte. Bildformat: 1,78:1. Mit William Atherton, Gil Bellows, Joanne Baron, Charles Napier u. a.
© Selbstverlag Frank Trebbin