Franks Bewertung

starstar / 2

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

Diese Kritik stammt aus der Buchreihe "Die Angst sitzt neben Dir"


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Review

von Frank Trebbin

Der dreizehnjährige Benny ist angetan von einem brutalen Schweine-Tötungs-Video. Auch sonst setzt sich sein Weltbild aus lauter solchen Sachen zusammen. Da kommt es dann nicht von ungefähr, daß er aus purer Neugier ein gleichaltriges Mädchen in der elterlichen Wohnung tötet. Doch anstatt danach in Panik zu geraten, führt Benny sein ödes Leben genauso sorgsam weiter wie vorher. Irgendwann offenbart er sich seinen Eltern– und zu unser aller Überraschung helfen die dem jungen Mörder noch!

Michael Haneke ist es zugute zu halten, daß er mit „Benny’s Video“ mehr als nur ein unterkühltes Psychogramm eines jugendlichen Thrill-Killers fertigen wollte. Doch der beabsichtigte Schock sitzt nicht allzu tief, denn dafür ist das Ganze zu zerfahren und zu künstlich geworden. Weder in der Handlung, die übrigens mehr als einmal an den Haaren herbeigezogen wirkt, noch in der Ausgestaltung der eigentümlichen Atmosphäre in Benny’s Familie kann Michael Haneke an bessere (zumeist US-)Vorbilder anknüpfen. Lediglich sein genaues Beobachten zeugt davon, daß er Sinnvolleres beabsichtigt hatte. Mit Arno Frisch, Angela Winkler, Ulrich Mühe, Ingrid Stassner u.a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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