Zürich. Nachdem eine Handvoll Polizisten von Hausbesetzern in einen Hinterhalt gelockt und getötet wurden, sinnen die beiden Beamten Wichser und … auf Rache. Als erstes lassen sie einen Drogencoup auf einer öffentlichen Toilette auffliegen und richten die Dealer kurzentschlossen hin. Danach wollen die zwei ein besetztes Haus kontrollieren. Doch deren Bewohner wissen sich zu wehren, so daß am Ende „Bullenarsch à la surprise“ auf dem Speiseplan der nächsten Tage auftaucht.
Abgesehen von dem kannibalischen Schluß und einigen happigen Splatterszenen ist dieser Home-Made-Streifen aus der ach so ruhigen Schweiz kein reines Genreprodukt, sondern eher ein provokatives Videofilmchen, welches das Verhalten der Obrigkeit gegenüber den Außenseitern der Gesellschaft anprangern will. Natürlich kann es dabei neben einigen satirischen Überspitzungen ebenso nur die übliche Schwarzweiß-Malerei geben, die man aus Machwerken anderer politischer Couleur auch schon kennt. Trotz der Anlegung als blutige Komödie lag „Blutgeil“ den Schweizer Behörden wohl etwas schwer im Magen, denn im Land der Eidgenossen ist das Video beschlagnahmt worden. Daß sich bei so vielem subversiven Schaffen die Mitwirkenden hinter Pseudonymen verstecken, dürfte wohl jedem klar sein. Mit Mo Splattek, Seelenlos, Alfred Fiockelgruber, Zia Zadroga u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin