Die Vogelgrippe hält ganz Deutschland fest im Griff. Robert, ein junger Mediziner, reist zum Landsitz seines es vor kurzem verstorbenen Großvaters, der an einem Gegenmittel gearbeitet hatte. Doch anstatt in Ruhe zu trauern, erleben Robert und ein paar mitgereiste Freunde in dem einsam gelegen Haus ein aufregendes Wochenende: plötzlich steht ein sabbernder Infizierter, der nach menschlichem Blut lechzt, vor der Tür und ein Schwarm Krähen greift an. Nach und nach wird der Landsitz von immer mehr Infizierten belagert...
Abgesehen von der schlechten Tonabmischung der Dialogspur ist fast alles (fast) perfekt an dieser kleinen Genreüberraschung aus deutschen Landen. Die Handlung (Ok, eine kaum kaschierte „Die Nacht der lebenden Toten“-Variation und damit nicht gerade neu) wird stringent erzählt, die Spannungsschraube stetig angezogen und selbst die Filmfiguren sind nicht so strunz-doof wie sonst. Schon alleine das macht Spaß und erinnert an das damals noch funktionierende mediterrane Abkupfer-Kino der frühen 1980er-Jahre. Doch ebenso ist auf handwerklicher Ebene einiges los: die Action sieht professionell aus, auch die mitunter recht blutigen Special Effects haben das hierzulande eher vorherrschende Home-Made-Terrain längst verlassen und selbst die CGI-Vögel gehen insgesamt in Ordnung. Da verschmerzt man dann doch gerne den einen oder anderen steifen Satz, den der Drehbuchschreiber so manchem Darsteller in den Mund gelegt hat. Kurzum: so können einem Romeros Enkel gefallen. Auf DVD (16:9) letterboxed (2,35:1). Mit Birthe Wolter, Philipp Danne, Anne Breuer, Marvin Gronen u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin