Seit dem großen Erdbeben im Jahr 2000 sind weite Teile von Los Angeles im Meer versunken. Hollywood, Beverly Hills und Malibu sind zu einem großen Eiland verschmolzen, welches vom Festland getrennt ist. Diese Insel wird seit Jahren als Gefängnis für jene Amerikaner genutzt, die sich außerhalb der geltenden Normen bewegen. Cuervo Jones, paramilitärischer Anführer in L. A., ist durch die Tochter des US-Präsidenten in den Besitz der Abschußcodes der SDI-Satelliten gekommen, mit deren Waffenkraft man die Menschheit zurück ins Mittelalter befördern kann. Snake Plissken soll die Situation „bereinigen“…
Es brauchte fünfzehn Jahre, bis sich Regisseur John Carpenter, Produzentin Debra Hill und „Snake Plissken“-Darsteller Kurt Russell noch einmal zusammentun würden, um ein weiteres düsteres Zukunftsabenteuer entstehen zu lassen. Nicht ganz so erfrischend wie das Original, präsentiert sich „Escape from L. A.“ eher als comichaft überzogener Science-Fiction-Actionfilm, dessen hanebüchenen Details nur durch die immer wieder durchscheinende Ironie erträglich werden. Während die neuesten Hollywood-Produktionen immer perfektere Tricks und Effekte hervorbringen (z. B. „Twister“), ist hier erstaunlicherweise eher mit bescheidenen Mitteln gearbeitet worden. Dennoch ist es Carpenter wieder einmal gelungen, Atmosphäre zu kreieren und seine geliebten Westernmotive unterzubringen. Im Kino Panavision (2,35:1). Des weiteren mit Stacy Keach, Steve Buscemi, Peter Fonda, Cliff Robertson u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin