Victor Frankenstein kehrt seinem wohlbehüteten Leben in Genf den Rücken und geht nach Ingolstadt, um Medizin zu studieren. Dort läßt er sich von den Theorien Professor Waldmanns anstecken, die da besagen, daß es möglich sei, künstliches Leben zu erschaffen. Frankenstein vervollkommnet die Ideen Waldmanns und erschafft in einer Gewitternacht eine Kreatur, die nichts Menschliches mehr an sich hat…
Auch diese „Frankenstein“-Adaption, die aufgrund des immensen finanziellen Erfolges von Francis Ford Coppolas „Dracula“ initiiert wurde, kann weder den Universal-Klassikern noch den Hammer-/Fischer-Filmen das Wasser reichen, denn dazu fehlt der Verfilmung durch den britischen Shakespeare-Mimen Kenneth Branagh, der es sich auch nicht nehmen ließ, den berühmten Mad Scientist selbst zu spielen, einfach an dämonischem Biß. Kostüme und Bauten sind zwar sehr opulent, doch besitzt das Ganze kaum Charme– im Gegenteil: Vieles wirkt wie am Reißbrett konzipiert. Die zwei, drei brutalen (bzw. gorigen) Szenen in Kenneth Branaghs „Frankenstein“ scheinen nur dem heutigen Publikumsgeschmack zu huldigen und sind eindeutig nur Mittel zum Zweck. Auf Video letterboxed (1,78:1). Des weiteren mit Robert de Niro, Tom Hulce, Helena Bonham Carter u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin